Springe zum Inhalt

Inhalte: NeuroLinguistic Process Utilities individuals

Inhalte der Ausbildungsgruppe

Zurück zu den Terminen

Die Inhalte des Einstiegskurses werden vorausgesetzt, vor allem Kenntnisse zum „PeneTRANCE“-Modell, anhand dessen im Einstiegsseminar die für das NLP und die anderen Process Utilities wesentlichen Prinzipien des Instant- oder Echtzeit-Feedback-Vorgehens verdeutlicht werden.

In den zehn Wochenendseminaren der Ausbildungsgruppe „NeuroLinguistic Process Utilities individuals“ werden diese Inhalte vermittelt, demonstriert und praktisch erfahren:

Grund-Prinzip Echtzeit-Feedback

Das im Einstiegsseminar an den Beispielen des „PeneTRANCE“-Modells, des Etablierens von Feedback-Loops beim Ankern und des „Surfens auf der Versöhnungsphysiologie“ schon eingeführte Prinzip des Instant- oder Echtzeit-Feedbacks wird als grundlegend für alle NLP-Techniken vertieft behandelt, theoretisch begründet und in seinen jeweiligen Besonderheiten der verschiedenen NLP-Vorgehensweisen dargestellt und demonstriert.

Dabei wird deutlich gemacht, in welchem Sinne eigentlich alle NLP-Techniken Process Utilities sind, nämlich „an der Physiologie des Klienten entlang“ navigierende Echtzeit- oder Instant-Feedback-Interventionen. Dies trifft besonders für diejenigen maximal am Prozess und minimal am Inhalt und vor allem sehr dicht an „der Physiologie“ des Gegenübers orientierten NLP-Interventionsmuster zu, die mehr in der von John Grinder geprägten NLP-Tradition stehen, als in der von Richard Bandler oder auch Robert Dilts. In dieser Tradition verwurzelt sind Process Utilities eher syntaktische (die Hoheit über die Inhalte liegt beim Klienten, idealerweise kommen alle inhaltlichen Unterscheidungen von ihm/ihr) als semantische (Coach/Therapeut mischt/bringt sich inhaltlich ein) Vorgehensweisen.

Da pur prozessorientiertes, d.h. in keiner Weise an den Inhalten orientiertes Arbeiten allerdings als Ideal genauso unerreichbar ist, wie die Sterne für die Seefahrer, die sich an ihnen orientieren, sollte man genauer sagen:

Process Utilities sind syntaktisierende Vorgehensweisen in dem Sinne, als dass sie dazu beitragen, dass das Ergebnis des jeweiligen Prozesses durch diejenigen Inhalte minimal beeinflusst werden, die entweder der Coach als eigene „ach so kluge“, aber für die spezielle Problemlage und die Lebenssituation seines Klienten unangemessene Beiträge in den verbalen Austausch einbringt, oder die der Klient selbst in Form von einschränkenden inhaltlichen Definitionen und Festlegungen als limitierenden Ballast in seinem semantischen „Anfangsgepäck“ mit in den therapeutischen Prozess hinein gebracht hat - beiderlei Arten von Inhalten können sich enorm limitierend auf den Prozess auswirken.

Das syntaktisierende Vorgehen der Process Utilities verhindert einerseits von vornherein, dass limitierende inhaltliche Unterscheidungen und sprachliche Festlegungen den Prozess stören oder gar blockieren, und andererseits eröffnet es immer wieder neue Wege, Blockierungen oder Stagnationen im Veränderungs-Prozess, die durch einen unachtsamen oder nachlässigen Umgang mit (vermutlich für den Prozess irrelevanten) Inhalten entstanden sind, wieder flüssig zu machen – damit die Ergebnisse des betreffenden Prozesses inhaltlich für die Klienten wieder offen werden und dadurch im Prozess wieder Überraschendes für sie auftauchen kann.

Seine ursprüngliche syntaktische/syntaktisierende Besonderheit bewahrend habe ich einzelne Elemente des NLP auf der Grundlage meiner vor und auch nach meiner eigenen NLP-Ausbildung absolvierten therapeutischen Ausbildungen zu den Process Utilities weiterentwickelt. Meine Erfahrung mit dieser „Traditionspflege bei gleichzeitiger Erneuerung und Erweiterung“ vermittle ich in meinen Ausbildungen.

NLP-Interventionen als Prozess-Instruktionen

Alle NLP-Techniken („Formate“ wie z.B. „Change History“, „6-Step-Reframing“, „Phobie-Technik“, etc.) sind im Wesentlichen Prozess-Instruktionen, mit deren Hilfe der Coach/Therapeut seinem Einzelklienten, oder im Falle der NLP-System-Interventionsmuster (wie z.B. die „Kleine Schule des Wünschens“) seine beiden Klienten, das Erleben und die Ergebnisse bestimmter Prozesse ermöglicht. Bei allen NLP-Interventionsmustern geht der Coach/Therapeut davon aus, dass sein Klient während dieser von ihm instruierten und durchgehend an der Physiologie des Klienten ausgerichteten Prozesse selbst die in seinem Leben mit seinem Anliegen korrespondierenden Sachverhalte und Themen, d.h. diejenigen Teile und Zusammenhänge seines Modells der Welt, die dann die Inhalte dieses Prozesses werden, innerlich so umgestaltet und transformiert, dass sich seine mit dem anfänglich geäußerten Anliegen korrespondierenden Probleme in ein ressourcevolleres In-der-Welt-Sein hinein auflösen und sein Klient dadurch die mit seinem Anliegen verbundenen aktuellen Herausforderungen in seinem Leben auf der Grundlage einer integrierteren und neu erlebten Gesamtheit seiner Bedürfnisse, Werte, Kriterien und Ressourcen besser bewältigen kann.

Prozess-Instruktionen bestehen aus einer Abfolge von Bitten, Aufträgen, Anweisungen oder Befehlen des Coach/Therapeut, denen sein Klient gemäß bestimmter, den jeweiligen Prozess definierender Kriterien oder Regeln, sowie in einer seiner Logik entsprechenden Sequenz folgen möge oder soll. Die das Anliegen ausmachenden und sich aus dessen Bearbeitung entwickelnden Inhalte, die der Klient in dem vom Coach/Therapeuten instruiertem Prozess bewegt, editiert und umgestaltet, sind dem Coach/Therapeut manchmal bekannt und manchmal nicht.

Angestrebtes Ideal eines entsprechend seiner seit vierzig Jahren existierenden Selbstbeschreibung „prozessorientiert“ vorgehenden NLP ist es, so inhaltsfrei wie möglich zu arbeiten, also von den Inhalten befreit unabhängig und frei mit den Inhalten des Klienten umzugehen und diese strukturell und syntaktisch für den Veränderungsprozess zu utilisieren, d.h. also, ohne sich mit ihm zusammen, in dessen Inhalte zu verstricken.

Um sich diesem Ideal annähern zu können, muss der Coach/Therapeut seinen Klienten sicher durch die Formate (Prozesse) führen können, sowohl wenn er die Inhalte dessen ursprünglichen Anliegens und der im Prozess eventuell schon erreichten Zwischenergebnisse überhaupt nicht kennt, als auch wenn er sie zum Teil kennt, aber vor allem auch, wenn er sie „zu gut“ kennt, d.h. wenn er schon so stark in sie eingetaucht ist, dass er von ihnen „eingenommen“ oder sogar „hypnotisiert“ ist - was wohl gleichbedeutend damit wäre zu sagen, dass er sich als Coach/Therapeut inhaltlich verstrickt hat.

Deshalb werden in dieser “NLP & Process Utilities individuals“-Ausbildungsgruppe die NLP-Formate so vermittelt und eingeübt, dass die Teilnehmer sie nicht nur dann prozessorientiert anwenden können, wenn sie es als Coach/Therapeut geschafft haben, den betreffenden Veränderungsprozess einzuleiten, ohne sich von ihren Klienten Inhalte erzählen zu lassen, sondern auch dann, wenn sie sich inhaltlich verstrickt haben und ihre Interaktion mit dem betreffenden Klienten dadurch so redundant geworden ist, dass die Beziehung, der Rapport, zu ihm gefährdet ist.

Um die Teilnehmer auf diesen, im Alltag eines Therapeuten/Coaches nicht zu vermeidenden Fall vorzubereiten, lernen die Teilnehmer, wie sie mit ihrem Klienten von einer verstrickten inhaltlichen Ebene wieder auf eine prozessorientierte Ebene zurückkommen können. Für solche Fälle habe ich die „S.I.R“-(„Shit-into-Roses“)-Techniken entwickelt, das sind Process Utilities, mit deren Hilfe der Coach/Therapeut sich eine manchmal letzte Chance erarbeiten kann, den verloren gegangenem Rapport zu seinem Klienten zurückzubekommen.

Die Teilnehmer dieser Ausbildung lernen nicht nur, durch sauberes prozessorientiertes Arbeiten inhaltliche Verstrickungen zu vermeiden, sondern werden auch darin trainiert, sich absichtlich inhaltlich zu verstricken, um sich und ihren Klienten dann mit Hilfe einer der „S.I.R“-Process Utilities wieder auf eine unverstrickte Prozess-Ebene zurückzubringen. Eine Möglichkeit, das zu trainieren, besteht darin, sich selbst und den Klienten durch eigene gewagte und mutige Äußerungen, wie z.B. ein speziell generiertes, letztlich aus einer (absichtlich herbei geführten) Projektion bestehendes „Klugscheißer“-Feedback, in eine Situation zu bringen, in der es sehr wahrscheinlich ist, sich in die dann durch diese Art von Provokation vom Klienten geäußerten Inhalte zu verstricken – um dann zu üben, mit Hilfe der Process Utilities die entsprechende „Verstörung“ des Klienten für ihn oder sie integrierbar und den für einen Moment gefährdeten Rapport zum ihm oder ihr wieder sicher zu machen - um danach als Coach/Therapeut wieder prozessorientiert weiterarbeiten zu können.

Prozessorientiertes (syntaktisches) Vorgehen besteht darin, durchgängig auf strukturelle Gegebenheiten fokussiert zu bleiben, z.B. auf die linguistische Form, in der Inhalte vom Klienten mitgeteilt werden, und auf Parameter in seiner Physiologie sowie auf Merkmale seines non-verbalen Begleitverhaltens, und diese strukturellen Gegebenheiten mit seinen Prozess-Instruktionen zu adressieren. Der Coach/Therapeut utilisiert die besondere Art und Weise, wie sein Klient seine Inhalte „verpackt“ und „transportiert“, d.h. der Coach/Therapeut nutzt die vorhandene Struktur und Syntax, um Veränderungsprozesse zu initiieren und zu instruieren.

Gleichzeitig lernen die Teilnehmer, das mitteilungsbedürftige Bewusstsein des Klienten dadurch zu würdigen, dass sie sich respektvoll, variabel und stimulierend auf die von Klienten geäußerten Inhalte beziehen, während ihr Hauptfokus jedoch auf der vom Unbewussten des Klienten aufrechterhaltenen Struktur bleibt, d.h. seine Aufmerksamkeit gilt in erster Linie den Regularien, der Syntax, mit denen der jeweilige Klient sein Problemerleben, seine Symptome und seine Einschränkungen aufrechterhält.

Die meisten Process Utilities habe ich ursprünglich als Flexibilitäts- und Disziplin-Übungen für das Training von Coaches/Therapeuten entwickelt, auf Inhalte nicht entsprechend ihrer (für den Klienten, aber mit zunehmender Verstrickung auch für den Therapeuten/Coach) scheinbar zwingender inneren Logik zu reagieren, sondern mit allen in der Interaktion geförderten Inhalten prozessorientiert umgehen zu können. Es stellte sich dann aber heraus, dass diese Übungen nicht nur für den Erwerb von Prozess-Sicherheit des Coaches/Therapeuten nützlich sind, sondern dass sie so gute Nebenwirkungen für ihre jeweiligen Klienten hatten, dass viele von ihnen mittlerweile etablierte NLP-Formate geworden sind, z.B. das „PeneTRANCE-Modell“ für die prozessorientierte Arbeit mit Zielen, die „Kleine Schule des Wünschens“ für die Arbeit mit Paaren und Partnern und das „Sinnes-Coaching“ zur Utilisation der unbewussten, problemstabilisierenden Metaphern des Klienten.

Einzelne NLP-Formate, Interventionsmuster und Process Utilities

In dieser „NeuroLinguistic Process Utilities individuals“-Ausbildungsgruppe werden die wichtigsten NLP-Interventionsmuster vermittelt, zusammen mit den jeweils speziell für diese entwickelten Process Utilities, mit deren Hilfe der Coach/Therapeut mit seinem Klienten schneller und sicherer zu guten Ergebnissen kommt.

Die Reframing-Modelle — prozessorientierte innere Beziehungsarbeit

Die theoretischen und historischen Grundlagen für die verschiedenen NLP-Reframing-Modelle, dieser Veränderungsarbeit am inneren und äußeren Beziehungssystem, werden dargestellt und ihre praktischen Anwendungen werden demonstriert und eingeübt.

Das Inhaltliche Reframing

Das inhaltliche Reframing, bei dem es darum geht, dem Klienten neue und andere Bedeutungen stiftende Rahmen anzubieten, innerhalb derer dieser eine von ihm vorgebrachte Klage so transformieren kann, dass er sich dabei mit einem Aspekt seines Seins in der Welt versöhnt und dadurch auf der Grundlage der überwundenen Klage ressourcevoll etwas Neues in seinem Leben aufbauen kann.

Die Vorgehensweisen des inhaltlichen Reframing werden als Grundlage für das Verständnis der verschiedenen Prozess-Modelle des Reframing („Six-Step-Reframing“, „Verhandlungsmodell des Reframing“, etc.) genutzt, bei denen der Coach/Therapeut inhaltlich nicht weiß, um welches Symptom oder welches Symptomverhalten es seinem Klienten geht und welche Bedeutungen er diesem zumisst. Eingeübt wird das inhaltliche Reframing vor allem als Wahrnehmungstraining für die für alle Reframing-Formen entscheidenden Physiologien, an denen entlang sich der Coach/Therapeut im Verlaufe eben auch der Prozess-Modelle des Reframing orientieren können muss: Die Ressouce-Physiologien und die Versöhnungs-Physiologie.

Das Konzept der "Versöhnungs-Physiologie"

Der Wechsel von sympathikus- zu parasympathikusaktivierter Physiologie, der die Grundlage in jedem Reframing-Prozess darstellt, habe ich „die Versöhnungs-Physiologie" genannt. Der Ursprung des Konzeptes "Versöhnungs-Physiologie“ in der Arbeit von Virginia Satir wird deutlich gemacht, ebenso die schon bei ihr angelegten theoretischen Grundlagen der Arbeit mit den verschiedenen NLP-Reframing-Modellen. Vorläufer der NLP-Reframing-Techniken in ihrer Familien-Rekonstruktionsarbeit und in ihren "Parts Parties" werden verdeutlicht, Bezüge der Reframing-Interventionen zu Prinzipien und Vorgehensweisen der Aufstellungsarbeit werden hergestellt.

Integration dissoziierter Zustände

Als Vorbereitung für effektive Refamings gibt es ein ausführliches Training in den Techniken der "Integration dissoziierter Zustände“, der hypnotischen Induktion und der Integration z.B. dissoziierter “Rausch"- und "Nüchtern"-Physiologien, „On Stage“- und „Off Stage“-Physiologien oder bei Bilingualen die Grundphysiologie des „In der Sprachwelt #1“- und des „In der Sprachwelt #2“-Seins. Zu Üben eignen sich hier alle Phänomene zustandsabhängigen Lernens ("Jekyll und Hyde“-Dissoziationen), mit denen die TeilnehmerInnen vor dem Hintergrund ihrer eigenen Lerngeschichte experimentieren wollen.

Diese Vorübung wird gebraucht, um die in der Regel dissoziierten Physiologien (Befindlichkeiten) des „Im-Symptom“-Seins und der (subjektiv als deren Gegenteils empfundenen) Befindlichkeit zu integrieren.

Zu dieser Vorbereitung gehört auch ein Variabilitätstraining in Bezug auf die verschieden Anker-Techniken in Bezug auf die Nutzung der Sinnes-Kanäle, die Einbettung von Ankern, die Direktheit und Verdecktheit der als Anker verwendeten Stimuli, etc..

Das Interventionsmuster „Six-Step“-Reframing

Das den Reframing-Modellen implizite systemische Persönlichkeitsmodell, wie es als eine Art "Systemischer Metaphorik" auf die Arbeit von Virginia Satir zurückführbar ist, wird deutlich gemacht und seine trancetechnische Nutzung in der Arbeit mit den Prozess-Modellen des Reframing „Six-Step“-Reframing und „Verhandlungsmodell des Reframing“ demonstriert und eingeübt.

Die Process Utilities, mit deren Hilfe der Coach/Therapeut die Prozess-Modelle des Reframing effektiver anwenden kann, wie z.B. der des „Zitat-Checks“ und der „interaktionellen einwanderhebenden Teile“ werden vermittelt und eingeübt.

Das „Verhandlungsmodell des Reframing“

Das V Verhandlungsmodell des Reframing mit seiner von der des Six-Step-Reframing zu unterscheidenden Grundlogik wird vermittelt und von ähnlichen NLP-Vorgehensweisen wie „Visual Squash“, „Integration konfligierender Glaubenssyssteme bezüglich der eigenen Identität“, etc. abgegrenzt.

Umgang mit Ängsten, Phobien und Traumata im NLP

Die NLP-Intervention "Phobie-Technik" wird vermittelt und eingeübt, ebenso wie die für diese Vorgehensweisen und den Umgang mit Ängsten, Phobien und Traumata notwendige Flexibilität im Umgang mit Submodalitäten.

Die V/K-Dissoziation als das der "Phobie-Technik" zugrunde liegende Prinzip wird in verschiedenen Formen und Anwendungsmöglichkeiten als Grundvorgehensweise für den Umgang mit allen Klienten nutzbar gemacht, die in Bezug auf sie ängstigende Situationen neue Wahlmöglichkeiten brauchen. Dies ist in in der Mehrzahl aller Coaching- und Beratungssituationen der Fall ist, auch in solchen, in denen der Coach das Wort „Phobie“ nicht in den Mund nehmen darf:

Das heißt, auch TeilnehmerInnen, die keine approbierten Psychologen, Ärzte oder Heilpraktiker sind und deshalb offiziell nicht mit Phobien und Traumata arbeiten und diese noch nicht einmal „diagnostizieren“ (d.h. diese Begriffe gar nicht benutzen) dürfen, lernen die in diesem Seminar vermittelten Vorgehensweise V/K-Dissoziation, auch „Phobie-Technik" genannt, effektiv in der Arbeit mit ihren Klienten anzuwenden, die ängstlich und „quasi phobisch“ auf bestimmte Situationen reagieren.

Trance-Arbeit und Hypnose-Interventionsmuster

Alle NLP-Techniken und -Interventionsmuster sind als spezielle Trance- und Hypnose-Techniken darstellbar. Das wird in dieser Ausbildungsgruppe verdeutlicht und in behandlungspraktische Flexibilität übersetzt.

Des Weiteren werden spezielle eigene Formen inhaltsfreier und Inhalte prozessorientiert utilisierender Formen von Trance-Arbeit und hypnotischer Interventionsmuster dargestellt, mit deren Hilfe der Coach/Therapeut seinem Klienten ein Kontext sein kann, in dem sich für diesen neue (alte) Trance-Räume (neu) öffnen und erweitern, in welchen dann ein heilsames und integrierendes Erleben stattfinden kann.

Da das wichtigste Charakteristikum heilsamer Trancen darin besteht, dass sich der Klient auf allen Ebenen als wahrgenommen und bestätigt – also angenommen – erlebt, braucht der Coach/Therapeut verschiedene Fähigkeiten, die trainiert werden, vor allem einen präzisen Sprachgebrauch und die Fähigkeit, alle wesentlichen verbalen und nonverbalen Äußerungen des Klienten komplex zu pacen (dessen Erleben und Verhalten zu validieren) und zu leaden (Elemente aus dessen Erleben und Verhalten zu utilisieren). Denn seine/ihre wesentlichste Aufgabe als Coach/Therapeut ist es, auf möglichst vielen verbalen und nonverbalen Ebenen (metaphorisch ausgedrückt) „Feedback-Diener“ für seine(n) Klientin/en zu sein, oder (auch metaphorisch ausgedrückt) mit seinem Klienten für die Dauer der Trance-Interaktion einen vieldimensionalen „interaktionellen Echtzeit-Feedback-Tanz“ aufrecht halten zu können.

Die Arbeit mit Trancen und hypnotischen Phänomenen nimmt in dieser Ausbildung einen breiten Raum ein:

  • Wahrnehmungstraining für die Charakteristika von Trancezuständen
  • Kriterien der Unterscheidung von Wach- und Trance-Physiologien
  • therapeutische Nutzung spontaner Trancezustände des Gegenübers
  • verschiedene (explizite und verdeckte, direkte und indirekte) Methoden zur Tranceinduktion
  • Verwendung der Metaphorik der Sprache zur Induktion von Trancezuständen
  • linguistische Feinheiten "hypnotischer Kommunikation" (u.a. des "Milton-Modells")
  • das Ericksonsche Grundprinzip des Utilisierens
  • Techniken des Inkorporierens
  • der „ReSync“-Approach und die „Shit into Roses“-Interventionsmuster als Beispiele für prozessorientiertes, elaboriertes Inkorporieren
  • inhaltsfreie Trance-Arbeit
  • Utilisation paralleler Kommunikationsebenen mit dem Bewusstsein und dem Unbewusstem
  • Flexibilitätstraining für einen schnellen Wechsel der Ebenen
  • parallele Kommunikationsebenen in "nicht(-offiziell)-hypnotischen" und auch in nicht-therapeutischen Kontexten
  • Konstruktion von (Makro- und Mikro-) Prozess-Instruktionen in therapeutischen und nicht-therapeutischen Anwendungsbereichen
  • Katalepsie, Levitation und die "Technik des Träumenden Armes"
  • "Tieftrance-Reframing" als NLP-typische Utilisation des Trancezustandes
  • Induktionsmethoden für Fortgeschrittene
  • die Amnesie erzeugende Einbettung (encapsulation pattern) therapeutischer Trancearbeit
  • Trancearbeit in normalen Gesprächen (Nutzung und Erweiterung spontaner Trancen)
  • die Technik des "New Behavior Generator" (die Version für den Wach- und für den Trancezustand)
  • der Aufbau komplexerer Prozess-Instruktionen
  • Nutzung der hypnotischen Phänomene (u.a. Levitation, Katalepsie und Wahrnehmungsverzerrung)
  • Selbsttrance-Techniken
  • die Technik der Metaphern-Supervision (die Anwendung von Trance für die inhaltsfreie Supervision)
  • das „Sinnes-Coaching“: Trance-Utilisation der vom Klienten unbewusst benutzen sinnesspezifischen Metaphern für seinen stagnierenden Problemlösungsprozess
  • die „Colombo“-Technik als Technik kunstvollen Missverstehens

Herausarbeiten, Verändern und Nutzen von Strategien

NLP-Strategiearbeit besteht in der Nutzung verbaler und nonverbaler Hinweise auf die spezielle, sinnesspezifische Informationsverarbeitung, welche die Grundlage für das Hervorbringen bestimmter gelernter Fähigkeiten und Leistungen ist, also auch für das „zuverlässige“ Hervorbringen von Symptomen, welches ja auch eine Leistung darstellt.

Das Herausarbeiten, Verändern und Reinstallieren von Strategien hat im therapeutischen Kontext einen wichtigen Platz beim Umgang mit einem Symptom X (als Leistung) und vor allem auch im Kontext des Modellings beim Erlernen der Fähigkeit X (als Leistung) eines Gegenübers (Klienten oder Modells).
Das Zusammenspiel der Sinnesmodalitäten (die V-, A-, K-, O- und G-Repräsentationssysteme), Submodalitäten und Synästhesien in den Strategien die einer Leistung zugrunde liegen wird erforscht und eingeübt (im Modelling-Prozess zum Erlernen einer Fähigkeit X) und in der therapeutischen Arbeit (für erwünschte Veränderungen von Symptomen).

Einsatz unterschiedlicher Feedback-Modi

Verschiedene Feedback-Modi werden dargestellt für die Anwendung in Kleingruppen-Übungs-, aber auch in Beratungs-, Coaching- oder Therapie-Settings vermittelt und eingeübt, u.a. das „Instruktions-Feedback“, eine sehr spezielle Feedback-ART, die auf der trancetechnisch anspruchsvollen Utilisation der eigenen "Klugscheißer“- und Projektions-Impulse des Beraters, Coaches oder Therapeuten beruht. Letztere wird im Seminar als Fortgeschrittenen-Übung für die allen NLP-Techniken und Process Utilities zugrunde liegende Struktur des interaktionellen „Tanzes im Echtzeit-Feedback“ demonstriert.

Der Umgang mit Glaubenssystemen

Die Identifikation einschränkender Glaubenssätze über die eigene Identität mit Hilfe einer Vorgehensweise ("Tanz in und um die Physiologie des Glaubens“), die als spezielle Vorbereitung der Veränderungsarbeit geeignet ist, sowohl die Problem-Physiologie limitierender Glaubenssätze als auch die Ressource-Physiologie des in direkter Nachbarschaft von diesen anzutreffenden, erweiternden Glaubenssätzen zu intensivieren.

Für die therapeutische Veränderung von Glaubenssätzen werden in erster Linie die Formate "Reimprinting“ und “Integration konfligierender Glaubenssysteme/Identitäten" vermittelt, für deren gesprächsweise Veränderung

  • die „Slight-of-Mouth“-Patterns
  • ein Vorgehen zum Auffinden geteilter Präsuppositionen in den Konfliktpositionen interner Konflikte des Klienten, welches als eines der Process Utilities geeignet ist, in der Mediation „unbewusste Glaubensgemeinschaften" von Konfliktpartnern für überraschende Lösungen von Konflikten zu nutzen, und
  • die aus der "Systemischen Strukturaufstellungsarbeit" stammende Arbeit mit dem Glaubenspolaritäten-Deieck zur Veränderung von Glaubenssätzen wird, die in einer Anpassung für das Einzel-Coaching, demonstriert und eingeübt wird.

Submodalitätstechniken

  • Glaubenssatzveränderung mit Submodalitäten
  • "Autonom-vegative Zustände steuern"
  • diverse "Swish"-Muster
  • Swish-Design
  • "Compulsion Blowout"
  • "Vordergrund-Hintergrund-Technik"
  • "Submodalitäten-Generalisierungs-Technik"
  • Die “Identitäts-Sinn"-Technik für den Umgang mit den „großen Veränderungen“ (bei denen die Klienten manchmal fürchten, nicht mehr zu wissen, wer sie denn dann sind).

Umgang mit Kriterien und Kriterien-Hierarchien (n. R. Dilts)

  • extrem physiologieorientierter Umgang mit Kriterien
  • Kriterien-Hierarchien herausarbeiten und utilisieren
  • die relative Wichtigkeit von Kriterien verändern

Meta-Programme und Sorting Styles (n. L. Cameron-Bandler, et. al.)

  • identifizieren
  • zur Erzeugung widerstandsfähiger Zielrepräsentationen in "normalen" und therapeutischen Gesprächen utilisieren
  • balancieren (bei inneren Konflikten)
  • kritische Anmerkungen zu Meta-Programm basierten Fragebögen als Diagnose-Instrument in Assessment und Recruiting
  • Sorting Styles als Organisationsprinzip für Suchtrancen.

Meta-Programm-Prozessarbeit (Stahl)

Meta-Programm-Prozessarbeit ist eine rein syntaktische Arbeit an den Zielen des Klienten: Ohne von den inhaltlichen Details der Zielsetzung des Klienten auch nur das Geringste zu wissen, hilft dieses Vorgehen dem Berater, zu veränderungswirksamen Instruktionen zu kommen, die seinem Klienten viele, überraschend neue Ressourcen-Zugänge eröffnen.

Dieser spezielle Ansatz nutzt die im NLP meist nur diagnostisch-zuordnend, und leider dann eben auch oft nur zuschreibend-entwicklungshemmend verwendeten Meta-Programm-Unterscheidungen für eine konsequente individuelle Wachstums- und Entfaltungsarbeit.

Ihm liegt die Annahme zugrunde, dass sich eine Erhöhung der Vielfalt und der Unterschiedlichkeit der Repräsentationen, die der Klient in Bezug auf ein ihm aktuell wichtiges Ziel herstellt, direkt in eine entsprechende Erhöhung der Vielfalt und der Unterschiedlichkeit von Ressourcenzugängen abbildet, die von ihm zur Erreichung seines Zieles erkannt, in Erwägung gezogen, konkret eingeplant und dann auch tatsächlich genutzt werden können. Auch solche Ressourcen werden neu zugänglich und neu generiert, die der Klient nie zuvor benannt und daher auch noch nie bewusst eingesetzt hat.

Veränderungskontexte schaffen und nutzen (n. R. Dilts)

Mit Submodalitäten, Strategien und Meta-Programmen gleichzeitig umgehen:

  • die "Failure into Feedback"-Technik
  • die Dilts-Einstein'sche-Integrationstechnik (speziell der Umgang mit geteilten Präsuppositionen)
  • der Meta-Mirror (klassisch und mit Erweiterungen)
  • das Konzept der "neurologischen Ebenen der Veränderung" und die Kritik an diesem Konzept
  • die “Technik der Kreuzbefruchtung"
  • die "Disney"-Technik

Kodierung von Zeit und die Arbeit mit Zeitlinien

  • Zeitlinien im subjektiven Erleben
  • Arbeitsformen mit der materialisiert-verräumlichten Zeitlinie nach Robert Dilts
  • Zeitlinie und Aufstellungen
  • Bandler's "Decision Destroyer"

Selbstbild-Arbeit

  • als wesentlicher Bestandteil der „Swish“-Techniken von Richard Bandler
  • als eigenständiges Vorgehen zum Aufbau robuster veränderungsleitender Selbstrepräsentationen (Stahl)

Die Allergie-Techniken von Robert Dilts

Grundprinzipien und Variationen der NLP-Allergie-Technik

Die Metapher-Supervisions-Technik

Die Utilisation metaphorischer Problembeschreibungen in der Supervision

Die Core-Tranceformation von C. und T. Andreas

Die Vorgehensweise für die Einzelarbeit nach C. und T. Andreas und auch als Systemische Strukturaufstellung.

Der „Wholeness-Process“ von C. Andreas

Der Coach/Therapeut führt seinen Klienten durch eine intensive innere Arbeit mit verschiedenen Arten und Positionen des Bewusstseins und des Ich, die zu einer spontanen Neustrukturierung und größerem inneren Frieden führt.

Stand: 24.01.2018