English Version

Der verlogene DVNLP-Vorstand lässt sein Vorstandsmitglied für Presse und Öffentlichkeitsarbeit, Ralf Dannemeyer, die Öffentlichkeit mit Hilfe seines 12.259 Leser starken, privat bei XING betriebenen NLP-Internetforums1 auf perfide Weise desinformieren.

Nachdem ein Forumsteilnehmer ihn auf das Fehlen einer DVNLP-Stellungnahme zur Auseinandersetzung mit mir hingewiesen hatte, schrieb Dannemeyer am 25.09.2019 in seinem NLP-Guerilla-Marketingforum:

„Die Angelegenheit hatte ist bzw. war Gegenstand mehrerer gerichtlicher Auseinandersetzungen, Ermittlungen der Strafverfolgungsbehörden, eines psychiatrischen Gutachtens und – vor allem – des Rufmordes und der seelischen Verletzung mehrerer Kolleginnen und Kollegen sowie Seminarteilnehmer innerhalb der NLP-Szene. Aus diesem Grunde wird hier darüber nicht mehr diskutiert, damit die Online-Dynamik nicht erneut mehr Schaden anrichtet, als dass Sie irgendjemanden informieren würde. … Sollten Sie das Thema erneut aufgreifen, schließe ich Sie aus diesem Forum aus.“2

Herr Dannemeyer, immerhin ein gelernter Journalist, weiß natürlich sehr genau, dass solche Zeilen bei den LeserInnen ein Bild der „Causa DVNLP“ entstehen lassen, das mit der Wirklichkeit nichts zu tun hat. Diese habe ich hier detailliert beschrieben: „begehbare“ Präsentation

Und auch hier in NLP für Verbrecher – „Causa DVNLP“: Mafia-, Stasi- und Nazi-Methoden im deutschen NLP

Der DVNLP-Vorstand ist nach wie vor zu feige, eine der Wahrheit entsprechende Stellungnahme zu veröffentlichen.

  1.  https://www.xing.com/communities/groups/nlp-die-welt-des-neuro-linguistischen-programmierens-1069821

  2. Siehe https://www.xing.com/communities/posts/kritischer-beitrag-ueber-nlp-in-der-wirtschaftswoche-stellungnahme-des-dvnlp-1016808388?comment=37054333 (zweitletzter Beitrag) 

English Version

In meinem gestrigen Beitrag1 habe ich deutlich gemacht, inwiefern wir, wenn wir bei dem falschen Sprachgebrauch von „Black and White“ oder „White, Black and Colored“ bleiben, den Rassismus tief in unserem Sein verankert lassen. Denn, so sagte ich, die Bezeichnungen „weiß“ und „schwarz/farbig“ werden nicht für die Farbtöne menschlicher Haut, sondern ausschließlich als Symbolisierung von Abwertungen gebraucht, die wir auf diese Weise implizit halten und verewigen: Alles Positive ist mit „White“ konnotiert und alles Negative mit „Black“ oder „Colored“.

Dies führt natürlich zu der Frage, welche sprachliche Unterscheidung angemessener wäre. Die alte Unterscheidung zwischen „Weiß“ und „Schwarz/Farbig“ ist zwar falsch und sichert auf perfid-elegante, sprachlich-implizite Weise die permanente Abwertung der „Nicht-Weißen“, scheint aber für die Beschreibung gesellschaftlicher Realitäten unverzichtbar zu sein, die beschreibbar bleiben müssen, wenn wir die Wörter „Schwarz/Farbig“ und „Weiß“ ersetzen.

Da alle Menschen farbig sind, z.B. rosa-pink („schweinefarben“), gelb, rot, hellbraun, dunkelbraun und schwarzbraun, sollten wir, in Ermangelung einer besseren Begrifflichkeit, von „+colored“ und „-colored“ („+farbig“ und „-farbig“) sprechen.

Statt also zu sagen, die „Weißen“ sind priviligiert, da sie (leichteren oder überhaupt) Zugang zum Bildungs- und Gesundheitssystem haben – kurz zu allem, was mit Chancen zu tun hat – könnte man besser sagen: “+Farbige-Menschen“ haben überall da ein Plus an gesellschaftlichen Chancen, wo “-Farbige-Menschen“ jeweils ein deutliches Minus haben.

Dann kämen wir zu dieser Sprechweise, die der Wirklichkeit vielleicht angemessener ist:

  • In Amerika, aber auch bei unseren europäischen Vorfahren, die im Sklavenhandel reich geworden sind, gibt es eine lange Tradition, die +Colored zu unterwerfen und one-down zu halten.
  • Die -Farbigen werden bis heute von den +Farbigen eher chancenlos gehalten und tendentiell ausgebeutet.
  • Das System der „alten +farbigen Männer“ ist immer noch recht intakt.

Um es hier ganz klar zu machen: „+farbig“ bedeutet „privilegiert farbig“ und „-farbig“ bedeutet „unterprivilegiert farbig“. Das „+“ und das „-“ in diesem Sprachgebrauch hat nichts mit den Farbeigenschaften der menschlichen Haut oder mit den Lichteigenschaften bei der additiven Farbmischung zu tun.

  1. Der „White and Colored“-Mythos / Die unbewussten „Glaubensgemeinschaften“ von Konfliktpartnern: Geteilte Präsuppositionen in Konfliktpositionen