Corona – unscharfes Bild und Krönung der Unworte

von Thies Stahl, Mitglied dieBasis, Landesverband Hamburg, im Sommer 2020 in den sozialen Medien

Das meist benutzte und verunglückte, wohl am unschärfsten definierte Unwort des Jahres ist vermutlich „Corona“.

Wir sollten uns dringend einen anderen Sprachgebrauch angewöhnen: Statt „mit oder an Corona“ sollten wir besser sagen, „mit oder am Pseudo-Drosten-Syndrom (PDS)“ erkrankt oder gestorben. Inspiriert von der Aussage von Frau Prof. Kämmerer vor dem Corona-Ausschuss (Sitzung 4), die den PCR-Test als „Kaffeesatzlesen“ bezeichnete, sowie von einer Kaffee-Werbung, nenne ich den drosten-missbrauchten PCR-Test „Drostens Krönung“. Statt von Infizierten zu reden, die der PCR-Test allein und ohne Klinik eben nicht ermitteln kann, sollte man besser von Menschen sprechen, die „infiziert vom Drosten’schen Gedanken-Virus“ sind.

Zu der allgemeinen Sprachverwirrung hier ein Zitat aus dem empfehlenswerten Buch „Chronik einer angekündigten Krise. Wie ein Virus die Welt verändern konnte“ von Paul Schreyer: „Die Grenzen der Sprache sind die Grenzen unseres Denkens und wo es rund um das Coronavirus sprachlich nichts Harmloses mehr gab, da war auch diese spezielle Erkältung nicht mehr harmlos zu denken. Jeder positiv Getestete war nicht weniger als ein potenzieller Fall für die Intensivstation, ein möglicher »Superspreader« (»Superverbreiter«), ein radikal von der Gemeinschaft zu trennender Todesbote. Bald wurde in den Statistiken die Rubrik »Genesene« eingeführt, für all diejenigen positiv Getesteten, die dem Tod noch einmal von der Schippe gesprungen waren. Mit banger Erleichterung wurde das rasche Anwachsen dieser Zahl registriert. Doch kaum jemand stellte die naheliegende Frage: Wie konnte jemand »genesen«, der zuvor gar nicht erkrankt war – wie die große Mehrheit der »Fälle«?“

Alles, über das in Bezug auf „Corona“ und die Corona-Maßnahmen und -Politik geredet wird, ist nur unter der Annahme relevant oder sinnvoll, dass mit Hilfe von PCR-Tests Aussagen über „Infektionen“ und „Ansteckungen“ gemacht werden können. Aber: Das Bild, welches uns das Gesamt unterschiedlicher, aber allesamt nicht validierter und daher unangemessener PCR-Testungen liefert, ist ein überaus unscharfes Bild von etwas gänzlich unscharf Definiertem. Daher ist das Bild, das wir uns auf der Grundlage von Millionen von wenig- bis nichtssagenden PCR-Ergebnissen von der „Corona“-Situation machen, notwendigerweise auch – und mehrfach potenziert – ein unscharfes Bild.

Dieses hypnotherapeutisch wertvolle, da unscharfe Bild, welches uns in den Medien wieder und wieder in computeranimiert überscharfer Form in den Geist gehämmert wird („Drostens Dröhnung“), scheint einzig der Stabilisierung und Steigerung der medial induzierten Angst zu dienen – und damit der Bereitschaft, eine unfertige und mit großer Wahrscheinlichkeit schädigende „Impfung“ gegen etwas zu akzeptieren, das es als eine sich von der nicht mehr erfassten Grippe wesentlich unterscheidenden Krankheit gar nicht gibt.

(Dieser Beitrag findet sich auch hier im dieBasis.Wiki.)