Tabu-Thema „Verdacht, ‚infiziert‘ zu sein“

XING-Diskussion einer auf Facebook gestellten Frage (dort gab es anfangs keine Beiträge) am 16. September 2020

Thies Stahl (Statusbeitrag von 15 Stunden): Wenn jemand im Zuge einer Kontaktnachverfolgung in den Verdacht kommt, „infiziert“ zu sein, kann der dann mit polizeilich-juristischer Gewalt, gezwungen werden, einem Nasen-Rachen-Abstrich zuzustimmen, einer für eine Infektion nicht aussagekräftigen, ihn dafür aber potentiell übel stigmatisierenden Testung, die seine DNA möglicherweise unbekannten Interessenten für eine unklare Nutzung zur Verfügung stellt? Also: Wenn ich z.B. denunziert werde, Kontakt mit jemand gehabt zu haben, der positiv „gedrostet“ ist, und mich dagegen wehre, gePCRt zu werden, gehe ich dann in des Bau? Hat jemand darüber schon mal was gehört oder gelesen? (9 XING-Mitglieder finden das interessant…)

Herr A. B., Projektmitarbeiter EDV… (vor 9 Stunden): Das ist eine heikle, aber auch nur zu berechtigte Frage. Die allgemeine Angst vor Corona rechtfertigt heute beinahe Alles!

Herr F. S., Leiter Kommunikation und … einer Klinik (vor 10 Stunden): Unglaublich, was Sie als einer der NLP-Päpste hier zum Besten geben. Ich lade Sie ein in unsere Klinik, dann können Sie sich ein Bild machen und mit echten Menschen sprechen, die sich um Covid19- Erkrankte gekümmert haben und auch mit betroffenen Patienten, wenn sie es wollen. Das bringt sicher ein paar aufschlussreiche Erkenntnisse jenseits dieser Verschwörungsmythen

Herr V. B., Bundesagentur für Arbeit, hochrangig (vor 13 Stunden): Schön, dass heute jeder ganz frei erklären kann, dass er noch nicht einmal einen einzigen Beitrag für andere zu tun bereit ist 👍🙄

(Antwort auf Herrn V. B.) Thies Stahl (vor 13 Stunden): Wen auch immer Sie in welcher Weise damit meinen…

(Antwort auf Herrn V. B.) Herr K. S. (vor 11 Stunden): Herr V. B., Schön, dass man in einem einzigen Satz darlegen kann, dass man weder willens noch vielleicht fähig ist, sich umfassend zu informieren, Grundrechtseinschränkungen ohne Begründung akzeptiert, klaglos den Tod zehntausender Kinder (lt. UN): hinnimmt, sich nicht um Alte, Einsame, Existenzvernichtete und um gesetzeswirdig unberücksichtigte Kinder schert – und das als Vorsitzender der GF der Bundesagentur für Arbeit. Ihre durch die unbegründeten Massnahmen Arbeitslosen werden Ihre Einstellung zu würdigen wissen.

Frau S. V. S., Personalplanung… (vor 15 Stunden): positiv „gedrostet“ :-): sehr geil

(Antwort auf Frau S. V. S.) F. S., Leiter Kommunikation und … einer Klinik(vor 10 Stunden): Was soll denn diese unqualifizierte Bemerkung? Da kümmern sich Wissenschaftler darum, Menschen vor einer heimtückischen Erkrankung zu schützen und sie machen sich über deren Namen lustig.

(Antwort auf Frau S. V. S.) Herr M. K., Krankenhaus·Oberarzt (vor 2 Stunden): Ich glaube, dass man durchaus kritisch mit diesem Wissenschaftler umgehen darf. Dafür gibt es einfach zu viele Ungereimtheiten. Beginnend mit seiner Aussage von Ende Februar dass „Masken das nicht aufhalten“ und vier Wochen später dann die Einschätzung Masken tragen maßgeblich zur Eindämmung bei. Die Art und Weise , wie sein PCR Test veröffentlicht wurde ist auch spannend. Aber in bestimmten Kreisen ist Kritik nicht erwünscht. Unabhängig davon, dass wir Menschen vor der Erkrankung schützen wollen, muss auf Dauer das Maß stimmen.

(Antwort auf Frau S. V. S.) K. S. , selbstständig (vor einer Stunde): So, so, eine heimtückische Erkrankung also. Was empfehlen Sie denn bei fast 45.000 Toten jährlich in D (RKI): durch nosokomiale Infektionen? Und was bei rund 600.000 Toten durch Umweltvergiftung EU-weit (EUA):. Bitte erkundigen Sie sich bei ihren Ärzten, was gemeinhin unter einer heimtückischen Krankheit verstanden wird. Covid-19 zählt nicht dazu.

Thies Stahl (gerade eben): Diese Frage berührt wohl einige Tabus, die heutzutage z.B. darin bestehen, bestimmte Dinge lieber für sich zu behalten und nicht anderen anzusprechen, wie z.B. soll ich jemandem sagen, dass ich
– die Tracing-App nicht verwende?
– wenn doch, erwäge, mich im Falle einer „Drosten-Infektion“ nicht als „Infizierter“ zu outen und nachverfolgbar zu machen?
– gelegentlich bei Restaurantbesuchen falsche Kontaktdaten eintrage?
– befürchte, in die Situation zu kommen, eine mir eventuell gewaltsam aufgedrängte PCR-Testung nicht abwehren zu können?
– Angst davor habe, im Falle einer PCR-amtlichen „Infektion“ stigmatisiert und ausgegrenzt (siehe SPIEGEL-Artikel) zu werden?

Frau B. B., Interimsmanager, (gerade eben): Die Frage ist ja nicht nur, was holt man aus der Nase/Rachen raus, sondern was tut man mit dem Stäbchen hinein? Da sind ja auch Partikel dran, die ich möglicherweise in meinem Körper gar nicht haben will…

(Antwort auf Frau B. B.) Thies Stahl (gerade eben): Wenn etwas dran wäre an den Wattestäbchen, würde das, so sagen einige „Verschwörungshypothetiker“, auf einem „kurzen Dienstweg“ (die Blut-Hirn-Schranke überwindend?) auch dorthin kommen, wo es dann eventuell auch hin soll… https://de.wikipedia.org/wiki/Riechkolben

(Antwort auf Frau B. B.) Herr E. R. (gerade eben): Ich gehe nicht davon aus, das hierfür Stäbchen verwendet werden mit dem ein anderer sich schon die Ohren gereinigt hat. Es gibt in Deutschland einen Hygienestandard.
 
(Antwort auf Herrn E. R.) Frau B. B. (eben) Dieser „Hygienestandard“ ist derzeit ja das Problem…
 
Herrn E. R. Warum?
 
Herrn L.N. Darauf werden Sie niemals eine Antwort erhalten – passt nicht in die Verschwörungstheorie… kommen Sie bitte nicht mit Fakten :o))
 
 
 
Ab hier habe ich keine Lust/Zeit mehr, die überwiegend irrelevanten Beiträge dieser Diskussion in diesen Blogbeitrag zu übertragen. Wer weiterlesen möchte: